Neurodivergente
Menschen verstehen
Begegnung, die bei allen
Beteiligten für Erleichterung sorgt.

Jedes Kind und
jeder Erwachsene
verdient es, verstanden zu werden.
Denn jedes Verhalten
hat einen Grund.
Kinder, die vermeintlich nicht ins System passen, fallen auf. Sie sind laut. Oder sehr still. Sie träumen, reagieren intensiv oder ziehen sich zurück. Diese Kinder zeigen ein Verhalten, das Lehrkräfte und Erzieher*innen als unerwünschtes Verhalten beschreiben. Aber was braucht dieses Kind wirklich?
Ein neuer Blick auf Verhalten.
Was wir als herausfordernd erleben, ist oft kein Problemverhalten. Es ist ein Ausdruck.
Ein Ausdruck von Überforderung oder Unterforderung. Von intensiver Wahrnehmung. Von einem Nervensystem, das anders arbeitet. Neurodivergente Kinder und Erwachsene nehmen die Welt anders wahr. Und genau darin liegt der Schlüssel zum Verstehen.
Jedes Verhalten ist ein sinnvolles Verhalten
Neurodivergenz – Menschen verstehen, Potenziale erkennen
Neurodivergenz beschreibt die Vielfalt menschlicher Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Kommunikation. Menschen denken, fühlen, lernen, kommunizieren und reagieren nicht alle auf die gleiche Weise – und genau diese Unterschiedlichkeit gehört zur menschlichen Vielfalt. Neurodivergenz begegnet uns in allen Lebensbereichen.
Im Gesundheitswesen betrifft sie nicht nur Patientinnen und Angehörige. Auch Mitarbeitende, Kolleginnen und Führungskräfte können neurodivergent sein. Dennoch werden unterschiedliche Wahrnehmungs- und Kommunikationsweisen im beruflichen Alltag häufig übersehen oder falsch interpretiert. Was als schwierig, unflexibel, überempfindlich oder unangepasst wahrgenommen wird, kann beispielsweise Ausdruck einer anderen Reizverarbeitung, Kommunikation oder Informationsverarbeitung sein.
Wo Verständnis fehlt, entstehen schnell Missverständnisse.
Wo Verständnis wächst, entstehen neue Handlungsmöglichkeiten. Gerade im Gesundheitswesen ist ein sensibler Umgang mit Neurodivergenz von besonderer Bedeutung. Patient*innen müssen sich sicher und verstanden fühlen. Mitarbeitende benötigen Arbeitsbedingungen, unter denen sie ihre Kompetenzen einbringen können. Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, unterschiedliche Bedürfnisse und Arbeitsweisen in Teams wahrzunehmen und gleichzeitig verlässliche Strukturen zu schaffen.
Dabei geht es nicht darum, jeden Menschen anders zu behandeln. Es geht darum, Unterschiede zu erkennen und dort zu berücksichtigen, wo sie für Kommunikation, Zusammenarbeit, Gesundheit und Teilhabe relevant sind.
Auch in Bildungseinrichtungen spielt Neurodivergenz eine zentrale Rolle. Kinder und Jugendliche mit beispielsweise Autismus, ADHS, Lese-Rechtschreibstörung, Dyspraxie oder anderen neurodivergenten Ausprägungen erleben ihren Schul- und Kita-Alltag häufig anders als ihre neurotypischen Mitschüler*innen. Pädagogische Fachkräfte stehen deshalb vor der Aufgabe, Verhalten nicht vorschnell zu bewerten, sondern die dahinterliegenden Bedürfnisse und Wahrnehmungsweisen zu verstehen. Diese Perspektive lässt sich auf viele Bereiche übertragen:
Nicht jedes Verhalten ist Absicht - manches ist Ausdruck einer anderen Art, die Welt zu verarbeiten.
In meinen Vorträgen, Seminaren und Workshops vermittle ich wissenschaftlich fundiertes Wissen über Neurodivergenz und übersetze es in konkrete Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag.
Dabei geht es unter anderem um:
- Wahrnehmung und Reizverarbeitung
- Kommunikation und unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse
- neurodivergente Arbeits- und Lernweisen
- Reizüberflutung und Überforderung
- Bedürfnisse und individuelle Ressourcen
- Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams
- Führung neurodivergenter Mitarbeitender
- Gestaltung neurodivergenzsensibler Strukturen
- Inklusion und Teilhabe
Mein Ziel ist es, Perspektiven zu verändern und Handlungssicherheit zu schaffen – damit Neurodivergenz nicht vorschnell als Defizit betrachtet wird, sondern als Teil menschlicher Vielfalt verstanden werden kann. Denn Menschen müssen nicht erst „normal“ werden, um dazuzugehören.
Wir brauchen Strukturen, die unterschiedliche Menschen mitdenken.
Über mich
- Freiberufliche Referentin (Vorträge, Seminare, Workshops, pädagogische Tage, Inhouse-Fortbildungen)
- Ganzheitliche Beraterin und Coach für Hochsensibilität (zertifiziert)
- Neurodivergenz-Coach (zertifiziert)
- Grundschullehrerin
- Schulische Inklusion (M.A.)
- Moderatorin für Inklusion der Bezirksregierung Düsseldorf
- Gastdozentin der TU Dortmund

